Auswahl statt Vollbestand
Nicht jedes Dokument einer Akte darf oder muss für dieselbe Aufgabe verarbeitet werden. Die Auswahl gehört vor den Modellaufruf.
Geschützter Aktenchat für Behörden
Akten auswählen, mit Mistral Large 3 (mistral-large-2512) weiterarbeiten und amtliche Schreiben vorbereiten. Vor jedem Modellaufruf werden bekannte und erkannte personenbezogene Daten pseudonymisiert und fail-closed geprüft.
Manuell freigegebener Zugang · synthetische Testakte · Technischer Forschungsstand 0.6.0
Das konkrete Problem
Behördliche Arbeit beginnt nicht in einem leeren Chatfenster. Sie beginnt mit Berechtigungen, einer konkreten Akte, vielen Dokumenten, einem laufenden Vorgang und der Pflicht, jeden Arbeitsschritt nachvollziehbar zu halten.
Nicht jedes Dokument einer Akte darf oder muss für dieselbe Aufgabe verarbeitet werden. Die Auswahl gehört vor den Modellaufruf.
Sachbearbeitung ist ein Dialog: nachfragen, eingrenzen, Text übernehmen, korrigieren und aus dem Ergebnis weiterarbeiten.
Aktenzeichen, Rollen, Beteiligte und Dokumentgrenzen sind Teil des Kontexts. Lose kopierte Textblöcke verlieren diese Struktur.
Am Ende braucht die Sachbearbeitung keinen schönen Absatz, sondern einen prüfbaren Entwurf oder ein amtlich aufgebautes Schreiben.
Wenn Akte, Schutzprüfung und Ergebnisbearbeitung getrennt sind, entsteht Handarbeit genau an den Stellen, an denen Berechtigung, Datenminimierung und Nachweis zusammengehören.
Sachliche Risikobeurteilung
Ein Modell kann nur mit dem arbeiten, was es erhält. Deshalb muss der Übergang zwischen Fachverfahren, Akte und externem KI-Anbieter technisch kontrolliert werden.
Das ist schnell, überträgt aber regelmäßig mehr Inhalt als für die konkrete Aufgabe nötig. Dokumentberechtigungen und Auswahl bleiben außerhalb des Chats.
Manuelle Redaktion ist fehleranfällig und schwer wiederholbar. Varianten von Namen, Adressen oder Aktenzeichen können über mehrere Dokumente verteilt sein.
Beim Kopieren zwischen Chat, Textverarbeitung und DMS gehen Schutzstatus, Dokumentauswahl und Entstehungskontext leicht auseinander.
Die konkrete Lösung
KIShieldConfidential verbindet Auswahl, geschützten Aktenchat, lokale Ergebnisbearbeitung und Nachweis. Der externe KI-Anbieter erhält erst nach bestandener Egress-Prüfung den freigegebenen Platzhaltertext.
Dokumente auswählen, Fragen stellen, Antworten fortsetzen, Text bearbeiten und ein Schreiben erzeugen, ohne den fachlichen Kontext zu verlassen.
Bekannte oder erkannte Werte werden ersetzt. Bleibt ein registrierter Klarwert übrig oder fällt eine Schutzstufe aus, endet der Ablauf vor Mistral.
Schutzablauf
Die Schutzkette ist kein nachträglicher Filter. Sie ist der einzige vorgesehene Weg vom ausgewählten Akteninhalt zum Modell und wieder zurück.
Der aufrufende Nutzer und die Organisation werden am vertrauenswürdigen Rand gebunden.
Berechtigungen werden geprüft, bevor PII-Engine oder Modell beteiligt sind.
Nur die für die Aufgabe markierten Dokumente bilden das aktuelle CaseBundle.
Strukturierte Aktenwerte und lokal erkannte personenbezogene Daten werden registriert.
Werte und definierte Schreibvarianten werden durch eindeutige Platzhalter ersetzt.
Ein separater Validator sucht nach verbleibenden bekannten Klarwerten und blockiert fail-closed.
Freigegebener Platzhaltertext geht ausschließlich an mistral-large-2512.
Die Antwort wird mit dem nur für diese Transaktion gehaltenen Mapping reidentifiziert.
Hashes, Zählwerte und pseudonyme Tags dokumentieren den Lauf ohne Klarwerte oder Mapping.
Der tatsächliche Arbeitsfluss
Die Demo bildet nicht nur eine Schutz-API ab. Sie zeigt den zusammenhängenden Arbeitsplatz, den Sachbearbeitung für wiederholte Arbeit mit einer Akte braucht.
Einzelne Unterlagen ein- oder ausschließen. Unberechtigte Dokumente werden vor jeder Verarbeitung abgewiesen.
Jede Folgemeldung schützt den sichtbaren Verlauf erneut. Es gibt kein dauerhaftes serverseitiges Chatgedächtnis.
Ergebnisse lassen sich kopieren, lokal ändern und als Arbeitsgrundlage weiterverwenden.
DIN-A4-Mehrseitenvorlage mit Briefkopf, Referenzzeile, Signatur, Seitenzahlen und wiederholtem Behördenfuß.
Dienststelle, Sachgebiet, Anschriften und Kontakt werden ausschließlich im Browser in das Schreiben eingesetzt.
TXT, PDF und DOCX lassen sich in der Demo instanzgebunden ergänzen. Die Dateien verschwinden beim Neustart.
Die separate Spur macht sichtbar, welcher Platzhaltertext nach der Egress-Freigabe an Mistral ging.
PII-Kategorien, Provider-Spur und Beleg bleiben erreichbar, ohne den eigentlichen Arbeitsplatz dauerhaft zu verengen.
Belegter Stand
Die Zusage gilt für Werte, die aus strukturierten Falldaten registriert oder durch KIShield erkannt wurden. Sie ist kein Versprechen, unbekannte PII in beliebigem Eingangsmaterial vollständig zu erkennen.
Der Aufruf wird blockiert bei
Was der Beleg enthält
Der aktuelle HMAC-Beleg ist serverseitig verifizierbar, aber noch kein unabhängig öffentlich prüfbarer Signaturnachweis.
Keine Produktivfreigabe für reale Behörden. Alle genannten Zahlen stammen aus einer vollständig synthetischen Testakte der Version 0.6.0 und belegen ausschließlich den aktuellen Forschungsstand.
Klare Grenzen
KIShieldConfidential ist heute eine isolierte Forschungsanwendung mit synthetischem Connector. Die Schutzarchitektur ist implementiert und getestet; die reale Kommunalintegration ist bewusst noch offen.
Nächster sinnvoller Schritt
Beschreiben Sie kurz Ihren fachlichen Anwendungsfall. Wir prüfen jede Anfrage persönlich und richten einen zeitlich begrenzten Zugang ausschließlich für die synthetische Forschungsdemo ein.
Ihre Anfrage dient nur der manuellen Kontakt- und Zugangsprüfung. Die Angaben werden nicht an ein KI-Modell weitergegeben.
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